CD Rezension: Slave Republik – Songs for Sinners

Es war schon immer nicht so einfach, dieses Duo einem Genre zuzuordnen. Mit ihrem neuen Album ändert sich das nicht. Ob sich sonst was ändert und wie sich die Scheibe anhört, das haben wir getestet.

Slave Republik begrüßen den Hörer mit dem Stück „Welcome“. Die Mischung deutsch-englischer Vocals „Welcome to the Slave Republic, wo alles besser ist“ im Refrain mag zunächst etwas eigenartig klingen, zieht den Hörer aber sofort in ihren Bann und sorgt zusammen mit der musikalischen Gestaltung dieses quasi Intros für die richtige Einstimmung auf die kommenden Songs. Diese bewegen sich im Bereich Electro-Pop und haben eine gefühlsmäßige Bandbreite von poppig bis melancholisch-depressiv. Auf das Intro lassen Slave Republik einen clubtauglichen Song folgen. „Sinner“ ist quasi die Hymne des Albums und stampft ordentlich los. Dabei beschränken sich Slave Republik aber nicht auf einen stupiden Rhythmus, sondern würzen das Stück mit allerlei musikalischen Raffinessen. Das ganze Gegenteil hierzu ist der Song „Goodspeed“. Der Song erweckt fast den Eindruck einer Ballade mit geschickten Effekten gespickt. Besonders herausragend ist der komplett in deutsch gesungene Titel „Klarer See“. Hier spielen Slave Republik ihre melancholische Seite aus und beweisen, dass sie auch dies meisterlich beherrschen. Weitere Highlights des Albums sind die Songs „Re-Love“ und der finale Song „Dorian Grey“. Insbesondere beim letztgenannten Stück passt einfach alles und Slave Republik verabschieden sich mit einem sehr positiven Eindruck.

Das Album bietet viel neuen Stoff für die anstehende Tournee mit den Labelkollegen Diary of Dreams. Ohne Zweifel werden Slave Republic den Fans mächtig einheizen. Es hat sich mal wieder gelohnt, dass das Duo auf die Zusammenarbeit mit den genialen Soundtüftler Daniel Myer, den man auch von Haujobb oder Covenant kennt, gesetzt hat. Für alle Freunde abwechslungsreicher Electro-Pop Produktionen ist dieses Album genau richtig.

Anspieltipps:
Welcome (to the Slave Republic)
Sinner
Re-Love

Tracklist:
01 Welcome (To The Slave Republic)
02 Sinner
03 Deathless Dream
04 Godspeed
05 Something Inside You
06 Re-Love
07 Klarer See
08 Let’s Play War
09 Abendmahl
10 Dorian Gray

Label: Accession (Indigo)
Format: Audio CD
Genre: Electro-Pop
VÖ-Datum: 15.09.17
Webseite: http://www.slave-republic.com

Rezension: Karsten Henze

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s