CD Rezension: Temtris – Enter the Asylum

Im Jahre 2000 brodelte es in Australien und herausgekommen sind “Temtris”. Eine Band, die mit Genre-Grenzen so rein gar nichts anfangen kann und so vermischte man verschiedene Metal-Stile, um sich selbst zu finden. Mit Sängerin Genevieve fand man die passende Mitstreiterin, die mit ihrer Rock-Röhre den Tracks eine Seele verleiht.

Nach einem kurzen Intro erwartet den CD-Käufer mit dem Titeltrack „Enter The Asylum“ gleich ein wahres Power-Paket. Genevieve setzt ihre Stimme vollen Herzens ein und so entsteht ein Brecher, der an Kraft kaum zu überbieten ist. Der Refrain bietet die ein oder andere Überraschung, die ihr allerdings selber entdecken solltet. „Mind Games“ ist etwas schneller und gewinnt auch noch etwas an Eindringlichkeit. Wer auf klassische Rockhymnen steht, wird hier definitiv fündig. Der Track strotzt nur so vor Rock-Attitüde, wie man sie einfach lieben muss. Da Szenegrenzen faktisch nicht vorhanden sind, wird „The Summoning“ mit satten Orgelklängen eingeleitet, ehe die E-Gitarren die Regie übernehmen und ein hartes Stück glänzendes Metal schmieden. Schnell, Hart und kompromisslos zeigt sich „Darkness Falling“. Hier wird wirklich aus allen Rohren geschossen. Bei den Lyrics hat man das Gefühl, das man persönlich zur Nackengymnastik herausgefordert wird. Der Geheimtipp dieses Albums. Mit einem melodischen Songverlauf kann „too deep“ punkten. Hier kommen wirklich alle Metaler sämtlicher Subgenres auf ihre Kosten, so facettenreich präsentieren sich „Temtris“ mit diesem Beitrag. Wie ein Donnerschlag beginnt „Nightstalker“. High-Speed Metal, wie man ihn in dieser Klasse nur viel zu selten geboten bekommt. Der nächste Diamant, der nur darauf wartet von euch entdeckt zu werden. Gefühlvoll und melodiös zeigt sich die Band bei „Lament“. Gänsehaut ist hier garantiert. Beendet wird das Album mit „Phoenix“. Ein grandioser Track, der durch die vielen Breaks und Tempi-Wechsel interessant bleibt, während Genevieve nochmal alles aus sich herausholt.

Fazit: Bei „Temtris“ handelt es sich nicht um ein bekanntes Videospiel, jedoch könnte diese Band mit „Enter the Asylum“ endlich den Durchbruch in Europa schaffen. Man fühlt sich bei diesen Klängen in einen sympathischen Pub in Australien versetzt. Der Sound ist derart kraftvoll und Genevieve ist eine unglaublich gute Sängerin, die den Tracks die nötige Härte und Tiefe verleiht. Wer auf Metal steht, muss hier einfach zugreifen.

Tracklist:
1. R.A.M. (Random Access Memory)
2. Enter The Asylum
3. Mind Games
4. The Summoning
5. Break The Skin
6. Darkness Falling
7. Too Deep
8. Empty Room
9. Nightstalker
10. Seasons Of Decay
11. Lament
12. Phoenix
Label: Battle God (H’ART)
Format: Audio CD
VÖ-Datum: 27. Mai 2016
Genre: Metal
Webseite: http://www.facebook.com/Temtris

Rezension: Fabian Bernhardt

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