CD Rezension: Harm – October Fire

Haltet die Mützen fest, denn diese Band zieht vom Leder als ob es kein Morgen gibt. Harm spielen eine Mischung aus Thrash und Death Metal. Ob auch ihr neues Album dem Motto der Band „Thrash till Death“ gerecht wird, haben wir geprüft.

Das Artwork ist genretypisch und stimmt schon mal gut auf das ein, was hier musikalisch geboten wird. Gestaltet wurde es von Par Olofsson, der auch schon für Exodus gearbeitet hat. Qualitativ gibt es hier also nichts auszusetzen. Also rein mit der CD in den Player und voll aufgedreht. Nach einem etwas eigenartigen kurzen Intro feuern Harm aus allen Rohren und jagen dem Hörer donnernde Death/Thrash Beats sowie E-Gitarren-Riffs um die Ohren. Frei nach dem Motto: Gefangene werden nicht gemacht, ballern die Norweger drauf los. Beim zweiten Song legen sie mit regelrecht sägenden E-Gitarren und einem nackenbrechenden Beat sogar noch eins drauf. Stakkato Passagen unterbrechen die Blastbeats. Leider laufen die Songs oft recht vorhersehbar ab, so dass man durchaus geneigt sein könnte, recht schnell zum nächsten Song zu springen. Der trägt den Titel „Trying to Grow Wings“ und präsentiert sich zunächst mit Stakkato-Rhytmus bevor Harm wieder voll durchziehen und die Double-Bass gnadenlos peitschen. Der Titelsong „October Fire“ ist durchaus sehr abwechslungsreich, bietet sogar Doom Metal Passagen und ist auch sonst nicht nur Geballer, sondern ein eher getragener Metal Song.

Dafür kommen Thrash Fans beim fünften Titel namens „Kill the King“ wieder voll auf ihre Kosten, denn bei diesem recht kurzen Stück zeigen sich Harm wahrlich von ihrer thrashigen Seite. Drummer Kevin  prügelt alles aus den Drums heraus was geht. Der zunächst recht langsam beginnende sechste Track „Shadow and the Slave“ ist keineswegs zum Ausruhen gedacht, sondern entpuppt sich schließlich auch noch als Thrash Metal Rakete. Freunde wahrer Metal Raserei werden sich beim achten Stück „In These Moments“ die Finger lecken. Hier treten Harm das Gaspedal wahrlich bis zum Bodenblech durch. Beim Finalen „Bad Omen“ ziehen die Norweger nochmal alle Register und zeigen von Raserei bis hin zu langsamen doomigen Passagen alles was sie können.

Alles in allem bietet das Album eine gute Mischung aus Death und Thrash mit jeder Menge Aggression und Wut im Bauch. Nach einer dreiviertel Stunde endet die Ballerorgie, jedoch ohne dass der ein oder andere Song als besonderes Highlight im Ohr bleibt. Die Band versteht ohne Zweifel ihr Handwerk, dennoch fehlt das gewisse Etwas, was ihr Album aus der Masse herausheben könnte. So bleibt die Scheibe guter Durchschnitt.

Anspieltipps:
October Fire
In These Moments
Bad Omen

Tracklist:
01 Devastator
02 Executioner
03 Trying to Grow Wings
04 October Fire
05 Kill the King
06 Shadow and the Slave
07 Red Stone Souls
08 In These Moments
09 Bad Omen

Label: Battlegod Productions
Format: Audio CD
Genre: Thrash Metal, Black Metal
VÖ-Datum: 01.07.16
Webseite: harmofnorway.com

Rezension: Karsten Henze

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