CD Rezension: Combichrist – This Is Where Death Begins

“Combichrist” gelten als Wegbereiter der Electro-Welle in Europa. Die sympathischen Norweger haben sich über die Jahre einen klaren Headliner-Status erspielt und vereinen die Rock- und Electroszene. Gewürdigt wurden diese Bemühungen mit einer Einladung nach Wacken, dem größten Metalfestival der Welt. Eine ungewöhnliche Mischung, genauso wie die Soundgebäude, die Sänger Andy LaPlegua und seine Mannen immer wieder neu errichten.

Alleine das Intro „We are the plague“ wird den eingefleischten Fans einen Lustschauer über den Rücken jagen. Hier treffen sich brutale Beats und hypnotisierende Lyrics, die direkt in die Gehörgänge schießen. An „My Life My Rules“ haben auch überzeugte Metaler ihre Freude. Eine schnelle Melodie, die durch satte Riffs begleitet wird. Eine Nummer, die Szenegrenzen einreißt. Mit „Exit Eternity“ schreiben die Jungs ein düsteres Kapital, bedrohlicher kann ein Song kaum sein. Man spürt praktisch die Beklommenheit, die sich durch mehrere Tempi-Wechsel noch steigert. Fast schon hymnisch präsentiert man sich bei „Time again“. Verzerrte Stimmen und ungewöhnliche Electroklänge zeigen eine Rückbesinnung auf alte Werte an. Im Herzschlag-Rhythmus beginnt die bittere Abrechnung in Form von „Tired of hating you“. Ein interessanter Track, dem man einige Durchläufe gewähren solle. „Blackend heart“ ist eine typische „Combichrist“- Nummer, die einfach Spaß macht und trotzdem ultra-brutal sich zeigt. Mystisch wird es bei „Slakt”, ehe die schnellen Beats einsetzen und einen wahren Tanzflächen-Füller entstehen lassen. „Black Tar Dove” eilt sich in zwei Teile auf und entwickelt sich zu einer phantastischen Erzählung, die eher untypisch für eine Electro-Band ist. Mit „Homeward” wird die CD beendet. Hier handelt es sich um den Geheimtipp des Albums. Mit diesem Track werden die Jungs die Herzen der Fans im Sturm erobern.

Fazit: „Combichrist“ haben immer polarisiert und das ist auch bei diesem Album der Fall. Es ist auf jeden Fall ungewöhnlich und deshalb interessant. Hier finden sich ungewöhnliche Experimente und neue Klangerlebnisse, die man in dieser Form nicht erwartet. „this is where death begins“ gehört auf jeden Fall in jede Plattensammlung eines jeden Electro-Fans.

VÖ: 3. Juni 2016
Genre: Crossover
Label: Out of Line (rough trade)
Trackliste:

1. We Are The Plague
2. My Life My Rules
3. Glitchteeth
4. Exit Eternity
5. Skullcrusher
6. Time Again
7. Destroy Everything
8. Tired of Hating You
9. Don’t Care How You Feel About It
10. Blackened Heart
11. Pay To Play
12. Slakt
13. Black Tar Dove pt1
14. Black Tar Dove pt2
15. Homeward

Rezension: Fabian Bernhardt

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