Subway to Sally – NeoN Tour 2016

Für alle Fans, die sich fragen, wieso der Name der “Ekustik-Tour” auf den Namen “NeoN“ in dieser merkwürdigen Schreibweise lautet: „Subway to Sally“ wollten eine neue Ära in den Akustik Konzerten einläuten und da die bisherigen Konzerte immer unter dem Banner „Nackt“ stattfanden, entschied man sich für eine Wortkreation aus „Neo“ für Neu und Nackt, deshalb das große „N“ in „Neon“.

Eine interessante Entwicklung hat die sympathische Band aus Brandenburg hinter sich. Man erfand sich stets neu und blieb sich trotzdem selbst treu. Mit diesem neuen Konzept traten neue Klänge in die Musik von „Subway to Sally“ ein. Neben den gewohnten Akustik-Klängen, fand sich auch ein Soundmagier mit auf der Bühne, der mit Dub-Step Elementen für ein wirklich einzigartiges Erlebnis sorgte.

Der Abend begann überraschend furios. „Wenn Engel hassen“ übernahm hierbei den Auftakt. Ein großartiger Track, der durch die Dub-Step Klänge deutlich an Tiefe gewann. Mit dem legendären „Rose im Wasser“ und „Verloren“ wurde dem Publikum die Möglichkeit gegeben sich an die ungewohnte Instrumentalisierung zu gewöhnen. Schlagartig stieg die Stimmung bei „Böses Erwachen“. Ein Track, der so fest in der schwarzen Szene verankert ist, wie man es sich nur vorstellen kann. Der Block aus „Mitgift“ und „Schwarze Seide“ folgte und man spürte, wie sich die elektronischen Klänge und die handgemachte Musik derart präzise ergänzten, wie man es niemals erwartet hätte. Bei „Eisblumen“ und der „Henkersbraut“ fand die Party in der altehrwürdigen Kirche ihren vorläufigen Höhepunkt. Das Berliner Publikum sang und feierte mit der Band. Nach dem nachdenklichen „Traum vom Tod II“ ließ es sich Frontmann Eric Fish nicht nehmen zu „Krähenfrass“ einmal durch die gesamte Kathedrale zu tanzen.

Nach so viel körperlicher Ertüchtigung musste dann auch für ein kurzes Luftholen Zeit sein und so sang man „Maria“ gemeinsam, ehe die dunkelromantische Ballade vom „Kleid aus Rosen“ ihre Ekustik-Premiere feiern durfte. Ein wahrer Gänsehaut-Moment, den wohl kein Besucher je vergessen wird. Es folgten „Unsterblich“ und der „Falsche Heiland“ ehe die Frage aller Fragen in Form von „Das Rätsel II“ gestellt wurde. Nun erzitterte die Kirche in ihren Grundfestesten, als das Auditorium mit lauten „Ihr“-Rufen der Band huldigte. Die Stimmung wurde immer ausgelassener und mit „Sieben“ stand ein weiterer Fanliebling auf dem Programm, dem sich sogleich der legendäre „Veitstanz“ anschloss. Nach einer kurzen zugaben-Pause, betraten Eric und seine Mitstreiter erneut die Bühne und luden mit „Sag dem Teufel“ und „Ohne Liebe“ zum Ausklingen des Abends ein, ehe das „alte Brandenburger Volkslied“ „Julia und die Räuber“ zu wohlverdienten Ehren kam. Ein spannender Abend wurde damit beendet.

Fazit: Auch, wenn man eher skeptisch gegenüber den Dub-Step Elementen im Vorfeld war, muss man der Band große Geschicklichkeit im Spiel mit elektronischen Klängen bescheinigen. Weder allzu dominant zeigten sich die Soundgewänder, dennoch spürte man, die Veränderung, die eine neue Tiefe entstehen ließen und „Subway to Sally“ als innovative Band darstellte. Ein großartiges Experiment, das viele weitere Künstler beeinflussen dürfte.

Text: Fabian Bernhardt
Fotos: Lena Behlmer

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