CD Rezension: Amon Amarth – Jomsviking

Die Götter des Melodic-Death Metals melden sich eindrucksvoll zurück. „Amon Amarth“ veröffentlichen mit „Jomsviking“ ihr erstes Konzeptalbum. Ihrem Stil bleiben die Krieger jedoch treu und verzichten auf orchestrale Unterstützung oder gesprochene Textpassagen. Hier geht es wirklich um die Musik und die Sage über die legendäre Söldnertruppe, den „Jomsviking“, die für ihre Kompromisslosigkeit und strenge Regeln bekannt waren.

„First Kill“ eröffnet das Werk und sprengt mit satten Drums auch gleich die Boxen des geneigten CD-Käufers. Ein eindrucksvoller Track, dem man sich kaum entziehen kann. „Wanderer“ dürfte die neue Hymne aller Wikinger-Krieger werden. Hier muss man einfach headbangen, während die Melodie eine Atmosphäre der Angst erschafft. Mit „on a sea of blood“ erschaffen die Nordmänner ein Track, der die Vorfreude auf die Sommerfestivals schürt. Ein großartiger Beitrag, der dank seines hypnotischen Gitarren-Riffs zu einem wahren Geheimtipp dieses Albums gehört. Für den Abend bei Lagerfeuer und Met wurde „Raise your horns“ erschaffen. Ein zeitloses Stück, das man zukünftig öfter in Wikinger-Lager hören dürfte. Die neue Hymne „The way of vikings“ kann als Standortbestimmung dieser Band gesehen werden. Ein Song, der sofort zündet und bei Live-Konzerte eine ungeahnte Macht entwickeln sollte. In die gleiche Kerbe schlägt „At dawn’s first light“. Knallhart und kompromisslos entwickelt sich ein Beitrag, der direkt die Nackenmuskulatur trifft und für heftige Reaktionen seitens der Fans sorgen wird. Mit „Vengeance is my name“ steht auch gleich der nächste Brecher bereit. Ein Brett, das zu dem Besten gehört, das „Amon Amarth“ bisher veröffentlicht haben. Der absolute Höhepunkt ist „A dream that cannot be“. Der wohl ungewöhnlichste Beitrag, der ein Duett mit der Queen of Metal, Doro, darstellt, ist ein heftiger Beitrag, der durch satte Gitarren und Growls einfach brillant ist. Doro wird ihrem Ruf gerecht und erschafft einen Song, der auch noch in 50 Jahren von Death-Metal-Fans gegrölt werden wird. Mit „Back on northern shores“ wird das neue Studio-Album mit einem Hammerschlag beendet. Ein wirklich würdiger Ausklang dieses Werkes.

Fazit: „Amon Amarth“ nehmen euch mit auf eine Reise mit den „Jomsviking“. Sicher sind Konzeptalben meist ein zweischneidiges Schwert, jedoch bleiben die Nordmänner sich selbst treu und erschaffen eine CD, die man bereits jetzt als Referenzwerk des Genres bezeichnen kann. Hier kann jeder Metalhead bedenkenlos zugreifen.

Label: Metal Blade
VÖ: 25.03.2016
Format: Audio-CD
Genre: Melodic-Death Metal
Webseite: http://www.amonamarth.com/

Trackliste:
1. „First Kill“
2. „Wanderer“
3. „On a Sea of Blood“
4. „One Against All“
5. „Raise Your Horns“
6. „The Way of Vikings“
7. „At Dawn’s First Light“
8. „One Thousand Burning Arrows“
9. „Vengeance Is My Name“
10. „A Dream That Cannot Be“ (featuring Doro Pesch)
11. „Back on Northern Shores“

Rezension: Fabian Bernhardt

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