CD Rezension: In Strict Confidence – Somebody Else’s Dream (EP)

Nach einer DVD und einigen Re-Releases melden sich In Strict Confidence im Jahr 2016 mit einem echten Kracher zurück. Zwei neue EPs und ein Album sind angekündigt. Die erste EP „Somebody Else’s Dream“ eröffnet den Reigen.

Ein Hauch von 80er Depeche Mode, emotionaler Gesang und ein langsamer, aber pumpender Rhythmus sind die musikalischen Ingredienzien des Titels der neuen EP von In Strict Confidence. Spätestens wenn der Refrain zum ersten mal seine ganze Wirkung entfaltet, dürfte auch der letzte Hörer Feuer und Flamme sein. Das ist ganz großes Kino, was hier aufgefahren wird. Eine längere Version, die auch DJs gefallen wird, ist der Extended Mix. Dieser ist nicht ganz so kompakt wie das Original, kostet aber die ein oder andere Sequenz noch mehr aus.

Elektronischer klingt der zweite Track, ein Remix von Rhys Fulber (Front Line Assembly, Paradise Lost, Fear Factory). Er hat dem Song mehr tanzbare Clubstimmung eingehaucht, ohne die Trademarks des sehr filigranen Originals zu zerstören. Die etwas präsentere Rhythmussektion sowie eine leichte elektronische Bearbeitung der Vocals mit Vocodereffekten können überzeugen. Noch mehr Clubatmosphäre steckt in dem dritten Song. Während „Seven Lives“ im Bicker Remix zunächst wie ein sphärischer Ambient-Track klingt, entpuppt sich die Nummer schnell als treibender Drum‘n‘Bass Track, der die Dancfloorjünger auf die Tanzflächen locken wird. Sehr tanzbar und clubtauglich geht es bei „The Future“ zu. Ein stampfender Beat sowie passende Synthies sorgen für Begeisterung. Der Song lebt davon, dass man hier wie auch beim Titelsong bewusst kein zu schnelles Tempo ansetzt, sondern fast wie in Zeitlupe durch den Club zu schweben scheint. Für den geneigten DJ ist der Track mit knapp über drei Minuten allerdings etwas kurz geraten. Die EP endet mit dem Retro Adapter Remix des Titelsongs, der sich am weitesten vom Original entfernt, einen recht abstrakten Rhythmus mit verzerrten Beats beinhaltet und die Stimmung bewusst anders interpretiert. Auch diese Version hat ihre Berechtigung, kann aber mit der großartigen Atmosphäre des Originals nicht mithalten. Zu guter Letzt enthält die CD noch das Musikvideo zu „Somebody Else’s Dream“. Hier wird der Song auch visuell perfekt in Szene gesetzt und der Hörer/Betrachter in eine phantastische Welt entführt.

Die CD im schicken Digi-Pak macht Lust auf mehr und ist ein klasse Vorgeschmack auf das kommende Album. Wie schon gewohnt von „In Strict Confidence“ enthält auch die CD wieder ein opulentes Artwork.

Anspieltipps:
Somebody Else’s Dream
Seven Lives (Bicker Remix)
The Future

Tracklist:
01 Somebody Else’s Dream
02 Somebody Else’s Dream (Rhys Fulber Remix)
03 Seven Lives (Bicker Remix)
04 Somebody Else’s Dream (Extended Version)
05 The Future
06 Somebody Else’s Dream (Retro Adapter Mix)
07 Somebody Else’s Dream (Musik Video)

Label: Minuswelt (Soulfood)
Format: Audio-CD
Genre: Synth-Pop, Darkwave, Electro
VÖ-Datum: 18.03.16
Webseite: http://www.instrictconfidence.com

Rezension: Karsten Henze

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s