CD Rezension: Sekoria – Im Reich der Schatten

Schon beim Anblick des Artworks des neuen Albums der Symphonic Black Metal Band Sekoria bekommt man einen Eindruck davon, was hier musikalisch geboten wird. Die Band aus Wenden und Kreuztal hat ihren Stil von Beginn an weiterentwickelt und begrüßt die Hörer nun „Im Reich der Schatten“.

Unheilvoll verkündet das Intro den „Einbruch der Dunkelheit“. Sekoria nehmen hier musikalisch die mit dem CD Artwork verbreitete Stimmung auf. Man kann geradezu vor dem geistigen Auge die Dunkelheit hereinbrechen sehen, während sich am Himmel gewaltige Wolkenberge bedrohlich auftürmen. Dieses Szenario erschaffen düstere Keyboardklänge. Während der Hörer in Gedanken versunken den Klängen des Intros lauscht, beginnt dann recht unvermittelt der erste Song mit voller Härte. Heftige Blast-Attacken, schneidende Gitarren-Riffs und keifende Vocals zeigen, dass Sekoria sich klar dem Black Metal verschrieben haben. Der erste Song ist auch gleichzeitig der Titeltrack des Albums „Im Reich der Schatten“. Neben derben Metal Klängen lassen Sekoria aber auch Keyboards erklingen. Es gelingt ihnen gut, ihren Sound dennoch nicht in kitschige Melodien abdriften zu lassen. Die Keyboardklänge sind dezent eingearbeitet und die Betonung liegt klar auf dem Black Metal. So auch beim nachfolgenden „Nachtigall“, dass mit schweren Stakkato-Riffs beginnt. Immer wieder wird den Flächen der Keyboards auch ein Solo-Part eingeräumt bevor sie sich unter die Metal-Klänge mischen und zu einem Bombastsound verschmelzen.

Nachdem die Band bereits mit ihrem Erstlingswerk bei Fans und Presse für Aufsehen sorgen konnte, ist ihr zweites Album „Im Reich der Schatten“ eine konsequente Weitereinwicklung. Die Mischung aus Aggressivität und symphonischen Elementen gefällt auf Anhieb. Technisch ist die CD gut abgemischt, so dass auch die extremen Stimmlagen immer gut zu verstehen sind, Drums druckvoll aus dem Boxen hämmern und Gitarren-Riffs ordentlich in den Gehörgängen sägen. Mit insgesamt 12 recht langen Stücken bringt es das Album auf immerhin fast 64 Minuten Spielzeit. Den längsten Song heben sich Sekoria bis zum Schluss auf. Mit fast neun Minuten Länge bietet „Ein letztes Mal“ für die Band viel Raum, sich auszuleben.  So finden sich hier neben donnernden Parts auch sehr ruhige Passagen dabei, die wiederum gefolgt werden vom purer Raserei. Bei diesem Stück zieht die Band nochmal alle Register bevor sie den Hörer in die Stille entlässt.

Mit „Im Reich der Schatten“ haben Sekoria ein düsteres, hörenswertes und ins sich stimmiges Album vorgelegt. Dazu passt auch, dass alle Songs konsequent in deutscher Sprach abgefasst sind. Die symphonischen Elemente sind dezent genug, dass man diese Produktion auch denjenigen Black Metal Fans ans Herz legen kann, die sonst eher nicht auf Symphonic Black Metal stehen.

Anspieltipps:
Im Reich der Schatten
Vendetta
Thron aus Eis

Tracklist:
01. Einbruch der Dunkelheit
02. Im Reich der Schatten
03. Die Nachtigall
04. Ein neuer Weg
05. Wesen der Zeit
06. Canticum Maris
07. Der Sturm, den ich rief
08. Vendetta
09. Der Fall
10. Die vergessene Welt
11. Thron aus Eis
12. Ein letztes Mal

Label: Kernkraftritter Records
Format: Audio-CD
Genre: Symphonic Black Metal
VÖ-Datum: 20.11.15
Webseite: http://www.sekoria.de

Rezension: Karsten Henze

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