Zwischen Metal und epischen Klängen … Sekoria im Interview

Die im Jahr 2010 gegründete Band verbindet in ihren Songs rasenden Metal, keifende Vocals und epische Klänge. Während das bei anderen Bands kitschig klingt, gelingt es Sekoria mit ihren Songs eine dichte Atmosphäre zu schaffen. Im Interview erfahrt ihr unter anderem wie ihre Songs entstehen.

SzeneChecker (SC): Wie seid ihr auf den Bandnamen Sekoria gekommen und welche Bedeutung steckt dahinter?
Sekoria (SE): Bei dem Bandnamen wurden wir von einem Videospiel inspiriert, bei dem ein Charakter mit einem ähnlichen Namen auftritt. Der Name hat aber sonst keine besondere Bedeutung.

SC: Welche musikalischen Einflüsse abseits von Metal haben euch geprägt?

SE: Abgesehen von Metal sind wir noch von klassischer Musik beeinflusst, was sich durch die Orchesterelementen in unserer Musik bemerkbar macht. Zum Beispiel haben wir Samples von Streichinstrumenten, Chören oder sogar Glockenspielen. Das verleiht unseren Liedern eine Art epischen Touch.

SC: Auf eurem Debüt waren auch englische Texte zu finden. Dies ist auf dem neuen Longplayer nicht der Fall. Ein bewusster Schritt?

SE: Unsere ersten Songs waren noch auf Englisch. Wir haben dann einfach mal ausprobiert deutsche Texte zu schreiben und festgestellt, dass es besser zur Musik passt. Die deutsche Sprache klingt kraftvoller als Englisch und unterstützt die Atmosphäre unserer Musik. Es scheint für viele Bands eine Art Tabu zu sein, in ihrer Muttersprache zu singen. Dabei ist es doch interessant auch mal Texte in anderen Sprachen als Englisch zu hören, wie z.B. bei Moonsorrow, die auf Finnisch singen.

Sekoria_-_Im_Reich_der_Schatten_Cover

SC: Wie entstehen eure Songs normalerweise?

SE: Der Kompositionsprozess läuft bei uns in der Regel so ab, dass einer der Gitarristen, also Felix oder Matze, ein paar gute Riff-Ideen hat und diese dann zu einem Song-Grundgerüst zusammenfügt. Manchmal ist aber auch eine Streicher-Melodie ausschlaggebend für den Beginn eines neuen Songs. Im Anschluss begibt sich Mathias daran eine passende Schlagzeugspur zu schreiben. Dann wird, falls noch nicht vorhanden, eine zweite Gitarrenspur geschrieben und im Anschluss daran die Bass-Spur. Wir spielen den Song dann meistens ein paar Mal in der Probe, schauen dass allen Alles gut gefällt und ändern unter Umständen noch Sachen ab. Die Orchestrierung durch Tobi und Felix folgt meistens zum Schluss, genau wie Gesangslinien und die Aufteilung auf die beiden Sänger. Es ist also nicht so, dass einer von uns einen Song ganz alleine komponiert, sondern es sind immer alle eingebunden. Man muss allerdings auch sagen, dass die meisten Riff-Ideen auf „Im Reich der Schatten“ von Felix und Matze stammen. Die Texte stammen außerdem ausschließlich von Felix, mit Ausnahme des Songs „Canticum Maris“, dessen Text noch von unserem ehemaligen Gitarristen André geschrieben wurde.

SC: Habt ihr die Möglichkeit regelmäßig gemeinsam zu proben und wie laufen eure Proben so ab?

SE: Wir proben normalerweise einmal pro Woche. Wir spielen dann hauptsächlich neuere Songs, die noch nicht so gut sitzen. Wenn in naher Zukunft ein Gig ansteht, erstellen wir eine Setlist und spielen diese in einer Probe ein oder zwei Mal durch. Es kann auch vorkommen, dass wir kurz vor einem Gig öfters proben je nachdem, wie gut es läuft. Außerdem besprechen wir grob, welche Ansagen beim Auftritt gemacht werden und wie die Songübergänge ablaufen sollen.

SC: Ihr habt schon mit Bands wie Milking The Goatmachine, Arroganz und Vyre auf der Bühne gestanden. Gibt es eine Band, mit der ihr ganz besonders gern mal die Bühne teilen würdet?

SE: Der Weg einer Freiheit wäre eine Band mit der wir gerne einmal die Bühne teilen würden. Wir sind alle Fans von ihnen und ihr Stil hat auch unsere Musik beeinflusst

SC: Wo kann man euch in diesem Jahr live erleben?

SE: Bisher haben wir nur einen Gig in Braunschweig am 14.10. Aber wir hoffen natürlich, dass sich noch die eine oder andere Auftrittsmöglichkeit ergibt.

SC: Zum Schluss könnt ihr noch Grüße oder ein eigenes Statement abgeben.

SE: Wir grüßen alle unsere Fans und Kay von Kernkraftritter Records. Danke für euren Support!

Danke für das Interview!

Interview: Karsten Henze
Foto: Band

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