CD Rezension: Paragon – Hell beyond hell

Nach 4 Jahren veröffentlichen die Metal-Helden von „Paragon“ endlich ihr neues Album „Hell beyond hell“. Die sympathischen Hamburger Jungs zelebrieren den Metal im Stil der großen NWOBHM-Bands wie „Judas Priest“ oder die unsterblichen „Iron Maiden“. Wer Metal mag, der sollte diesem Album ein Ohr leihen. Wer Metal liebt, kann „Hell beyond Hell“ sofort beim Plattenhändler seines Vertrauens kaufen.

Den Auftakt übernimmt „Rising Forces“. Das ist kein Song, das ist ein Statement. Hier muss man einfach Headbangen, so unglaublich schnell sind die Drums. Mit „Hypnotized“ steht gleich der nächste Brecher bereit. Die unheimliche Stimme, die dich zu den verbotenen Dingen treibt, bekommt hier ein musikalisches Denkmal gesetzt. Ein absoluter Meilenstein. Der Titeltrack „Hell beyond hell“ gehört mit zu dem Besten, was dieses Jahr veröffentlicht wurde. Ein Track, bei dem man unweigerlich mitsingen muss. Die Powerballade „Heart of the Black“ unterstreicht die Qualität dieser Band eindrucksvoll. Dieser Track dürfte zu einem Live-Garanten heranreifen. „Stand your ground“ weckt die Assoziationen zu nächtlichen Unruhen, wie man sie in amerikanischen Großstädten erleben kann. Ein unverwechselbares Riff macht diesen Song zu einem weiteren Highlight auf diesem Album. Mit „Meat Train“ werden die dunkelsten Gedanken der Gründerväter einer Stadt Realität. Tief im Inneren der Erde warten die Bürgermeister auf ihre Opfer, um die Stadt noch weiter anwachsen zu lassen. Mit Double-Bass und einem eingängigen Riff bewaffnet, rocken sich hier „Paragon“ den Allerwertesten ab. Schnell, hart, kompromisslos, so kann man am besten „Burried in Blood“ beschreiben. Thematisch setzt man sich mit der DANN-Debatte auseinander. Wenn wirklich unsere kompletten Erbinformationen entschlüsselt sind, was hält Wissenschaftler dann noch davon ab, eine komplett neue Menschenrasse zu erschaffen. Ein düsteres Szenario, das sofort ins Ohr geht. Mit „Devil’s Waitingroom“ schlägt die Band sehr nachdenkliche Töne an. Es entwickelt sich eine Ballade, die auf gut 8 Minuten Länge die Schrecken der Kriege, insbesondere des 1. Weltkrieges beleuchtet. Durch eine ansteigende Spannungskurve entwickelt sich hier ein echtes Epos, dass in einem Gewitter aus Gitarren und Drums endet. Eine Hymne, die man nicht oft genug hören kann. Mit „Thunder in the dark“ wird das Album beendet. Man hört Motorradklänge und denkt unweigerlich an eine Rockergang, die durch die Nacht heizt. Rockerromantik at ist best.

Fazit: „Paragon“ haben mich wirklich überzeugt. Hier treffen „Maiden“ auf „Priest“ und auch ein bisschen „Slayer“ ist hier vertreten. Metal in seiner besten und reinsten Form. Der absolute Pflichtkauf des Jahres 2016 für jeden Headbanger.

Tracklist:
1.Rising Forces
2.Hypnotized
3.Hell Beyond Hell
4.Heart Of The Black
5.Stand Your Ground
6.Meat Train
7.Buried In Blood
8.Devil´s Waitingroom
9. Thunder in the dark

Label: Remedy Records
Format: Audio-CD
Genre: Heavy Metal
VÖ-Datum: 18. März 2016
Webseite: http://www.paragon-metal.com

Rezension: Fabian Bernhardt

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