Auf breiten Schwingen … Interview mit Harpyie

Hereinspaziert in den dunklen Zirkus von Harpyie. Die Band lädt ihre Hörer auf dem aktuellen Album zur „Freakshow“ ein. Das fahrende Volk sorgt für viel Kurzweil. Im Interview gewähren Harpyie Einblicke in ihren Touralltag und berichten von der Entstehung des Albums.

SzeneChecker (SC): Euer neues Album „Freakshow“ dreht sich um Schausteller und „das fahrende Volk“. Ihr seid ja zuweilen auf Tour auch viel unterwegs, aber sicher nicht im Planenwagen. Wie sieht euer Alltag auf Tour so aus?

Harpyie (H): Wir verbringen während der Tour natürlich viel Zeit auf Deutschlands Autobahnen und müssen dort die Stunden totschlagen. Hauptsächlich unterhalten wir uns über Filme, Serien, Musik und ernähren uns dabei von Tankstellen-Sandwiches und Energy-Drinks. Am Veranstaltungsort selber sind wir erstmal ziemlich beschäftigt mit dem Aufbauen der Technik, Anlegen des Bühnenoutfits und dem Vorbereiten auf die Show. Nach dem Konzert beginnt dann der gemütliche Teil, wo wir viel mit den Fans quatschen, Autogramme geben und uns das ein oder andere Bier gönnen, bevor wir dann wieder nach Hause, zum Hotel oder zum nächsten Veranstaltungsort fahren.

SC: Mal angenommen ihr würdet plötzlich ins Mittelalter zurückversetzt werden. Wäre Schausteller wirklich auch zu dieser Zeit eine eurer bevorzugten Tätigkeiten?

H: Ja klar! Wir können ja nichts anderes. Ich kann mir keinen von uns mit Schwert und Rüstung  oder als Handwerker vorstellen.

SC: Wie seid ihr eigentlich auf die Idee für das neue Album „Freakshow“ gekommen?

H: In erster Linie wollten wir ein düsteres Album schreiben und haben dann nach den ersten Songs gemerkt, dass dieser Titel einfach perfekt die Songs und Ideen beschreibt, weil es immer in irgendeiner Form um ,Freaks‘ ging. Dementsprechend war das der ideale Titel für das gesamte Album.

SC: Das Album hat ein sehr stimmungsvolles und passendes Artwork mit genialen Fotos. Wie sind die entstanden?

H: Wir legen viel Wert auf das Gesamtkunstwerk und dazu gehört neben der Musik auch vor allem die Optik. Wir haben uns für die Fotos extra ein professionelles Team zusammengestellt und mit aufwendigen Masken und Kostümen gearbeitet. Hinzu kommt noch das sich Aello sehr gut im Bereich Artwork und Design auskennt. Der hat dann mit den Fotos das Gesamtbild für die Freakshow erstellt.

freakshow

Albumcover: Harpyie – Freakshow

SC: Wie war die Resonanz zu eurem Album bisher. Seid ihr zufrieden?

H: Wir sind sehr zufrieden mit den Rückmeldungen. Es gab kaum schlechte Resonanz, sowohl von Kritikern als auch von Fans. Es ist mit ziemlicher Sicherheit unser bestes Werk bis dato. Klar gab es auch den ein oder anderen der mit dem Album nicht so viel anfangen konnte, aber im Gegensatz zu den ersten beiden Alben waren das bei Freakshow echte Einzelfälle.

SC: Für das Album habt ihr euch Simon Michael von Subway to Sally engagiert. Wie kam es zu der Zusammenarbeit und wie lief das ab?

H: Gerade als wir auf der Suche nach einem Produzenten für unser Album waren, kam Mitgift von Subway to Sally raus und wir fanden den neuen Stil sehr cool. Dieser Mix aus Moderne und Mittelalter war genau das, was wir immer machen wollten. Wir haben dann geschaut, wer bei denen produziert hat und sind dann auf den Simon gestoßen. Den haben wir dann ganz unspektakulär angerufen und ihn gefragt ob er Lust hat.

Die Zusammenarbeit lief super entspannt ab. Wir haben unsere Songideen aufgenommen und ihm geschickt und er hat dann seine Ideen da eingebaut. Grundsätzlich wurde viel telefoniert, Material hin und her geschickt, bis wir dann am Ende eine gute Anzahl an Songs hatten, mit denen wir dann ins Studio gefahren sind.

SC: Euer Sound unterscheidet sich ja schon etwas von dem, was man so gemein hin als „Mittelalter-Rock“ kennt. Was würdet ihr sagen macht das Besondere an eurem Sound aus?

H: Unser Sound ist sehr viel moderner als bei anderen Vertretern des Genres. Ich glaube der Hauptunterschied ist bei uns, dass wir nicht versuchen Folkmelodien mit rockigen Riffs und Drums zu untermalen, sondern den umgekehrten Weg gehen. Ganz oft entstehen bei uns die Gitarren- , Bass- und Drumlinien vor allem anderen und wir setzen dann die Melodien da drauf. Und da wir fast alle unsere Wurzeln im modernen Metal haben, klingt das Resultat deutlich härter und moderner als bei den Kollegen.

2015-02-22_HARPYIE-Group-Circus_XXL

SC: Euer Tourterminkalender bis Jahresende ist gut gefüllt. Bleibt da noch Zeit für andere Aktivitäten? (Falls ja, welche?)

H: Da wir ja alle neben der Band noch berufstätig sind, wird die Zeit zwischen den Konzerten hauptsächlich mit Arbeiten verbracht. Viel Zeit für andere Aktivitäten bleibt da nicht, da man ja auch noch etwas Zeit mit Familie und Freunden verbringen will. Aber wir arbeiten natürlich während der Tour weiter an zukünftigen Bandprojekten. Aktuell arbeiten wir sehr akribisch an einem neuen Album.

SC: Auf Tour seid ihr gemeinsam mit Cultus Ferox. Wie ist es zu der gemeinsamen Tour gekommen? Kennt ihr die Jungs?

H: Die Jungs von Cultus haben uns einfach gefragt ob wir Bock auf eine gemeinsame Tour haben und das Angebot haben wir sehr gerne angenommen. Wir haben einige von ihnen schon mal auf anderen Konzerten und Veranstaltungen getroffen und natürlich telefoniert man für Planung der Tour relativ häufig miteinander, aber richtig kennenlernen werden wir sie wohl erst jetzt wenn wir unterwegs sind.

SC: Zum Schluss könnt ihr noch ein eigenes Statement oder einfach Grüße loswerden.

H: An alle die das hier lesen: Schaut doch mal auf unserer Seite vorbei ( http://www.harpyien.de), dort findet ihr alle Infos zur Tour mit Cultus und ich würde mich freuen so viele wie möglich dort zu sehen. Ansonsten bedanke ich mich beim SzeneChecker für das Interview und euch allen viel Spaß mit der Freakshow!!

SC: Ebenfalls danke für das Interview!

Interview: Karsten Henze
Fotos: Band

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