CD Rezension: Exilia – Purity

Die italienischen Rocker von „Exilia“ mischten seit dem Jahr 2000 ordentlich im Crossover-Sektor mit. Sie gelten bis heute als Wegbereiter dieser Mischung aus Metal und anderen Klängen, die oft auch als Nu-Metal bezeichnet wird. Nach ihrem Charts Erfolg „Stop playing god“ zeigen sich Exilia auf ihrem neuen Album nun gereift, jedoch immer noch trotzig-rebellisch.

Die Mid-Tempo Ballade „Rewind“ macht den Auftakt des neuen Albums, auf das die Fans rund drei Jahre warten mussten. Die typischen Trademarks von Exilia wurden beibehalten und weiterentwickelt. „She’s not me“ erinnert an die frühen Werke der Band „No Doubt“. Sängerin Masha holt alles aus sich heraus und es entwickelt sich ein kurzweiliger Rock-Song, den man immer wieder hören kann. Deutlich härter und schneller zeigt sich „New Bloom“. Die verzerrten Lyrics erschaffen im Zusammenspiel mit apokalyptischen Gitarrenklänge die düstere Vorahnung einer Endzeit. Die Vorab-Single „Bliss“ kann durch einige Tempi-Wechsel, sowie einen satten Klang punkten, den die Fans von Exilia so lieben. „Dancing for the Sky“ überrascht durch einige unerwartete Breaks und bleibt dadurch interessant. Der Titeltrack „Purity“ ist ein ordentlich hartes Brett, das sicher nicht nur Crossover-Freunden gefallen wird. Masha’s Stimme verleiht dem Song eine Tiefe, die man in dieser Form nicht erwartet hätte. Zeitlos und fast schwerelos ist „Closer“. Ein großartiger Song, der sofort ins Ohr geht und zum Soundtrack des Sommers werden könnte. Keine Pause wird dem Zuhörer gewährt und gleich mit „Five Seconds“ weitergerockt. Einen interessanten Songverlauf sowie ein ungewöhnlicher Gesang verzaubert den geneigten Fan. Die sanfte Ballade „From you“ lebt von dem psychedelischen Gesang der Frontfrau. Dies ist eine sehr ungewöhnliche Nummer, die man in dieser Form nicht von Exilia kennt. „Words“ beendet das Album. Eine Mid-tempo Nummer, die durch einige Songeffekte zu überzeugen weiß.

Fazit: Nach fast drei Jahren legen Exilia ein Album ab, das an die guten Zeiten des Crossovers erinnert ohne dabei alt zu sein. Es bietet eine interessante Mischung, die auch jüngeren Fans gefallen sollte. Wer also die „H-Blockxx“ oder „Guano Apes“ mochte, bekommt ihr einen wahren Diamanten geliefert.

Tracklist:
01. Rewind
02. She’s Not Me
03. New Bloom
04. Bliss
05. Dancing for the Sky
06. Purity
07. One Minute
08. Closer
09. Secrets
10. 5 From You
11. Words

Label: Eat The Beat Music
Format: Audio-CD
Genre: Nu-/Crossover Metal
VÖ-Datum: 25.September 2015
Webseite: http://www.exiliamusic.com/

Rezension: Fabian Bernhardt

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s