CD Rezension: Witchbound – Tarot’s Legacy

„Witchbound“ sind eine ganz besondere Band. Gründen sich die meisten Bands doch aus persönlicher Sympathie oder durch glückliche Zufälle, ist ein harter Schicksalstag die Geburtsstunde von „Witchbound“.

Der ehemalige Gitarrist und Gründer der Band „Stormwitch“ Lee Tarot verstarb unerwartet im Jahr 2013. Nun haben sich ehemalige Mitlieder der Band unter dem Namen „Witchbound“ zusammengefunden, um ein Album mit Songs aus dem Vermächtnis von Lee Tarot aufzunehmen. Der Aufnahmeprozess setzte ungeahnte Kräfte frei und so stand am Ende für alle Mitwirkenden fest, dass man Lee Tarot zu Ehren eine Band gründen sollte.

Mit „Dance Into The Fire“ kommt der Metal der alten Schule zum Vorschein. Eine grandiose Gesangslinie gesellt sich zu einem eingängigen Songverlauf. Die lockere Mid-Tempo Nummer „Mauritania“ punktet durch eine coole Attitüde. Das ist ein bewusst Gitarren-lastiger Track, der zu rocken weiß. Schneller und härter kommt dagegen „Jesters day“ daher, ein Vollgas-Rock-Song, der einfach Spaß macht und als Warm-Up sich für jede Party eignet. Etwas epischer präsentiert sich „To Search For The Grail“. Ein Stück, das durch die vielen Tempiwechsel und eine ungewöhnliche Instrumentierung punkten kann. Viele verschiedene Einflüsse charakterisieren die Musik von „Witchbound“ und so finden sich bei „Holy Ground“ orientalische Klänge wieder, die die Eroberung von Jerusalem durch die Kreuzritter stimmungsvoll transportieren. Verzerrte Gitarren und ein ungewöhnlicher Basslauf erwarten den Zuhörer bei „Keep The Pyre Burning“. Dies ist ein Track, der seine Magie erst nach mehrmaligen Hören vollkommen versprühen kann. „Mandrakes Fire“ dürfte ein absoluter Fanliebling werden. Die Melodie geht sofort ins Ohr und der Refrain lässt den geneigten Fan nicht mehr los. Allen True Metalern werden bei „Die Sword In Hand“ die Freudentränen in die Augen schießen. Ein Song, der alles vereint, was den Fantasy-Metaler hoch und heilig ist. Dazu erklingt ein Refrain, den man einfach mitsingen muss. Der stimmungsvolle Höhepunkt des Albums ist die Powerballade „Sands Of Time“. Gefühlvoller und rockiger kann man seine tiefsten Gefühle nicht vertonen. Ruhig geht es auch mit „Stranded“ weiter. „Stranded“ ist ein Track, den man gern am Lagerfeuer hören möchte, so fesselnd ist die Geschichte, die Witchbound darbieten. Mit „Trail Of Stars“ wird dieses großartige Album beendet, das die große Klasse dieser Musiker untermauert. Ein absolutes Highlight zum Ende dieser CD.

Fazit: Wäre die Geschichte hinter dem Album nicht so traurig, könnte man die Musiker zu diesem wirklich großartigen Album eigentlich nur gratulieren. In diesem Fall sei Ihnen aber versichert, dass Lee Tarot mit dieser CD sicher mehr als zufrieden gewesen wäre. Jeder Metalfan sollte sich diese Band nicht entgehen lassen.

Tracklist:
1. Introduction
2. Dance Into The Fire
3. Mauritania
4. Jesters day
5. To Search For The Grail
6. Holy Ground
7. Keep The Pyre Burning
8. Petite Bouree
9. Mandrakes Fire
10. Wrath Of The Northmen
11. Die Sword In Hand
12. Sands Of Time
13. Stranded
14. Trail Of Stars

Label: Soulfood
Format: Audio-CD
Genre: True Metal
VÖ-Datum: 01. Mai 2015
Webseite: http://www.witchbound.com

Rezension: Fabian Bernhardt

3 Gedanken zu „CD Rezension: Witchbound – Tarot’s Legacy

  1. Holger Peter Fischer

    Der Frontmann von Stormwitch heisst Andy Mück, und die Band Stormwitch gibt es nach wie vor ! Ich finde es einfach lächerlich, dass Leute, die mal die Band verlassen haben, weil sie Heavy Metal zu gut deutsch gesagt Sch……. fanden, jetzt so tun, als wären sie immer mit dieser Musik verbunden gewesen. Man denke nur an die Bob Dylan Cover Band in der Stefan Kauffmann lange Jahre war. Damals war es ihm fast peinlich zu Stormwitch gehört zu haben.
    Es gäbe noch verschiedens zu den einzelnen Personen zu sagen, aber ich will hier nicht langweilen, sondern bitte nur um die Richtigstellung.

    Hope

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    Antwort
    1. Stefan Kauffmann

      Hallo Holger Peter, da Du mich hier persönlich ansprichst, ein paar Worte meinerseits: Schon vor und während meiner aktiven Spielzeit bei Stormwitch hörte ich neben Iron Maiden und Konsorten auch die Beatles, Bob Dylan und sogar Klassik. So geht es mir auch noch heute! Witchbound lebt von der Vielfalt der musikalischen Einflüsse-und das ist gut so. Übrigens spiele ich in der von Dir erwähnten Cover-Band (nicht nur Dylan) nach wie vor. Auch wenn ich jahrelang nicht mehr in der Heavy-Szene aktiv war, war es mir nie peinlich, bei Stormwitch als Gitarrist und Komponist mitgewirkt zu haben.

      Gefällt 1 Person

      Antwort

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