15 Jahre Heavy Rock’n’Roll … Interview mit Lutz Vegas von V8 Wankers

Es gibt ordentlich was zu feiern bei den V8 Wankers. Nunmehr 15 Jahre Vollgas-Rock’n’Roll, können sich hören und sehen lassen. Mal mit dem Gaspedal auf dem Bodenblech und mal beim coolen cruisen durch die Stadt, lassen die Jungs nichts anbrennen und präsentieren ihr achtes Studioalbum beim angestammten Label RUDE Records. Nochmehr Details verrät Lutz Vegas im Interview.

Ihr feiert 15 Jähriges Jubiläum. Wenn ihr mal auf die Zeit zurückschaut, was ist euch besonders im Gedächtnis geblieben?

Besonders die ersten Jahre der V8Wankers waren besonders rasant und von vielen Highlights gekrönt. Schon unsere allerersten, beiden Shows fanden als Support von namhaften Bands in meiner Heimatstadt Offenbach statt. Das erste mit Skew Siskin und das zweite dann gleich vor meiner Lieblingsband Rose Tattoo. Dies führte dann wiederum zu unserem Auftritt in Wacken  sowie einem Plattenvertrag. Internationale Shows mit Motörhead uvm. Auch große Festivals wie auf der Hauptbühne des Bizarre Festivals oder With Full Force wurden schnell zum Standard. Wir waren zu unserer Zeit an der richtigen Stelle.

Hättet ihr euch am Anfang eurer Karriere träumen lassen, dass ihr es mal soweit bringt?

Anfänglich dachten wir, es würde in unserer Karriere nur bergauf gehen. Über die Jahre gab es auch einige Rückschläge, die dem wechselhaften Zeitgeist in der Rock’n’Roll Szene zuzuschreiben sind. Momentan stehen die Zeichen wieder auf Sturm und ich bin mehr denn je davon überzeugt, dass wir noch lange nicht den Zenit unseres Schaffens überschritten haben.

Was hat euch damals angetrieben die Band zu gründen?

Im Jahr 2000 hatten wir Lust unsere damalige Band LORE komplett umzustrukturieren, die ich zu diesem Zeitpunkt schon 6 Jahre mit meinem zarten Stimmchen in deutscher Sprache verziert hatte. Da die 90er Jahre generell ein Tief in der Rockmusik darstellen,wollten wir mal was ganz anderes machen und auf Englisch. Da ich zu dieser Zeit schon Fan und Fahrer amerikanischer V8 Karren war und mir gerade meinen 1970er Oldsmobile 442 zugelegt hatte, wollte ich das Thema gerne musikalisch umsetzen. Und zwar mit Action geladenem Speedrock. Heraus kam das erste Album „Blown Action Rock“.

Hat sich eure Motivation heute geändert oder sind es noch immer die gleichen Ziele wie damals?

Im Prinzip ist das Thema gleich geblieben. Wir fahren noch immer V8 Kisten, trinken noch immer Bier und Whisky und sind den weiblichen Wesen sehr zugetan. Einziger Unterschied zu früher ist, dass wir heutzutage auch mal vom Gaspedal runter gehen und Midtempo über den Highway cruisen.

Zum Jubiläum präsentiert ihr ein brandneues Album mit vielen Gästen. Wie ist die Idee dazu entstanden?

Überraschender Weise eher beiläufig. Wir waren schon fertig mit den Aufnahmen, als unser Gitarrist Andre meinte, ob ich nicht mal meinen alten Kumpel Angry fragen wollte, ob er bei dem Song „Fist Of Rock“ mitsingen würde, da dieser ja eh schon ein musikalisches Tribut an Rose Tattoo darstellte. Gesagt, getan und als dessen Zusage kam, stand ich vor einem neuen Problem. Ich dachte mir, ein einzelner Gastsänger auf dem Album kommt etwas seltsam daher und so fragte ich noch meine Buddies Jocke von Chuck Norris Experiment sowie Eddie von den Carburetors und Peter von Peter Pan Speedrock. Damit ging dann die Lawine los und viele andere Freunde wollten auch noch mit dabei sein. Das Ergebnis ist „Harden The Fuck Up“.

V8-Wankers-Harder-The-Fuck-Up-CD-Cover

Ihr habt eine Europatournee geplant. Könnt ihr dazu schon was verraten? Was erwartet die Fans?

Wir haben zur Zeit noch nicht die komplette Planung für dieses Jahr abgeschlossen. Jetzt geht es erst mal nach Schweden und Norwegen und dann kommen diverse Festivals an die Reihe. Im November ist Brasilien geplant und im Oktober eventuell eine Supporttour. Daher kann es gut sein, dass wir eine umfassende Tour hierzulande erst im Dezember/Januar angehen. Bitte immer auf unserer Facebook Seite nach Updates schauen.

Wie feiert ihr euer Jubiläum?

Wir werden am 21. und 22. ten August, zwei Jubiläumsshows ausrichten. Die erste am Freitag den 21.8. in der Batschkapp Frankfurt mit den Gästen The Carburetors aus Oslo und unserem Kumpel Ski King. Am Samstag den 22.8. dann in der Nähe von Hamburg auf unserem Fanclubtreffen, dem Speedcamp in Neu Gülze auf den Gelände von ingo Sillus Autos Sales, Open Air mit The Carburetors und Supercharger aus Dänemark.

Seit 2014 seid ihr wieder bei Rude Records. Was war denn der Grund für den zwischenzeitlichen Wechsel?

Die letzten beiden Scheiben hatten wir zwischenzeitlich bei SPV Steamhammer veröffentlicht, nachdem wir ja unsere ersten 5 Alben schon bei Remedy/Rude Records rausgebracht hatten. Unser Vertrag war seinerzeit nach 10 Jahren abgelaufen und wir wollten einfach mal was anderes ausprobieren. Das Angebot von SPV lag vor und wir schlugen ein. Ähnlich wie bei einer alten Ehe, die nach einer Trennung wieder zusammen findet, sind auch wir wieder nach Hause zurückgekehrt. Es ist immer gut sich von Zeit zu Zeit mal wieder selbst zu überdenken und aus alten Mechanismen auszubrechen, um dann wieder mit neuer Klarheit und gestärkter Motivation ins Rennen zu gehen.

Wo geht die Reise hin und was können wir von den V8 Wankers in den nächsten Jahren noch erwarten?

Wir werden versuchen schon ende 2016 ein neues V8Wankers Album nachzuliefern, denn dann müssen wir uns ja schon langsam auf unser 20 jähriges Jubiläum 2020 vorbereiten und das möchte ich diesmal gezielter und noch besser umsetzen als dieses. Dies bedeutet ihr werdet auch die kommenden 5 Jahre, so Gott will, noch einiges von uns hören und sehen. Keep your eyes peeled and harden the fuck up!

Zum Schluss habt ihr noch die Möglichkeit Grüße oder ein eigenes Statement loszuwerden.

Zeit all denen zu danken, die uns die letzten 15 Jahre treu geblieben sind. Allen Freunden und Helfern, die immer wieder selbstlos für uns gearbeitet haben. Rock n Roll heißt, sich immer treu zu bleiben und immer zu machen was man will, auch wenn man es nicht jedem damit recht machen kann. Dank allen, die das erkannt haben und dies verstehen. Allen ewig nörgelnden Hatern sei gesagt: Aufgepasst, what goes around, comes around.

Danke für das Interview!

Interview: Karsten Henze

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