CD Rezension: Celtachor – Nuada of the Silver Arm

Nach einem in Eigenregie veröffentlichen Album erscheint mit „Nuada of the Silver Arm“ nun beim bekannten Label TrollZorn der neue Longplayer der irischen Blackened Folk Metal Band Celtachor. Wagen wir also einen musikalischen Ausflug auf die grüne Insel.

Das was hier als Blackened Folk Metal firmiert ist in Wirklichkeit allerdings eher Black Metal mit Folk-Anklängen. Überwiegend bestehen die Songs aus schwarzmetallischen Klängen, krachenden Drums, sägenden E-Gitarren und der typisch krächzenden Stimme. Insgesamt kommt die Scheibe recht doomig daher. Zuweilen würde man sich dennoch wünschen, die Band würde mal einen Gang höher schalten und die ein oder andere schnelle Passage einstreuen. Allenfalls bei „King Eochaid’s fall“ schwingt man sich zuweilen mal aus dem Mid-Tempo-Groove zu einem etwas zackigeren Rhythmus auf. Eines muss man der Band allerdings lassen, es gelingt ihnen gut eine raue und manchmal auch drückend, melancholische Stimmung zu erzeugen. Das was bereits der Opener in den ersten Klängen vermittelt, zieht sich wie ein roter Faden durch das komplette Album. Alles wirkt erhaben, die Songs scheinen geradezu voranzuschreiten, auch wenn es hier und da recht derb zur Sache geht.

Die Qualität der Songs fällt recht unterschiedlich aus. Von eher nichtssagenden, fast reinen Black Metal Songs wie „Second battle of Magh Tuireadh“ bis hin zu sehr gelungenen Bombastkrachern wie dem finalen Song „Uaithne: The Dagda’s harp“ ist alles dabei. Beim letztgenannten Song gelingt es der Band besonders gut, eine dichte Atmosphäre aufzubauen. Allen Songs gemeinsam ist die Inbrunst mit der die Texte vorgetragen werden. Dennoch wäre definitiv mehr drin gewesen, wenn die akustischen Instrumente noch besser ins Songkonzept eingebunden wären und nicht nur teilweise singulär neben den Metalinstrumenten herlaufen würden. So sind beispielsweise die Songs sechs und acht zwei nichtssagende akustische Zwischenpassagen von je knapp eineinhalb Minuten Länge, die man sich auch hätte schenken können. Hier ist definitiv noch Luft nach oben in Bezug auf Arrangement und Dramaturgie des Albums. Inhaltlich dreht sich das Album um die irische Mythologie. Dies ist positiv anzumerken, denn viele im Folk Metal beheimatete Bands scheinen ja nur Odin & Co. zu kennen. Celtachor bilden hier eine rühmliche Ausnahme.

Fazit: Der neue Longplayer „Nuada of the Silver Arm“ von  Celtachor ist mit Sicherheit nicht der Stern am Genre-Himmel des Folk Black Metal. Aber die Jungs zeigen, dass sie durchaus Potential haben. Wer es auch mal doomig mag, dem wird die Scheibe sicher gefallen.

Anspieltipps:
Arrival of the Tuatha
King Eochaid’s fall
Uaithne: The Dagda’s harp

Tracklist:
01 Arrival of the Tuatha
02 The mights Sreng
03 King Eochaid’s fall
04 Bres
05 Nuada of the silver arm
06 The gathering at Teamhair
07 Second battle of Magh Tuireadh
08 Nuada’s burial
09 Uaithne: The Dagda’s harp

Label: Trollzorn
Format: Audio-CD
Genre: Blackened Folk Metal
VÖ-Datum: 24.04.15
Webseite: http://www.celtachor.com

Rezension: Karsten Henze

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