CD Rezension: Sirenia – The Seventh Life Path

Die Symphonic-Metaler von „Sirenia“ zeigen sich auf „The Seventh Life Path“ epischer als jemals zuvor. Die norwegische Band um Sängerin Ailyn legt ein Album vor, das Maßstäbe setzt.

Nach dem Intro „Seti“, das mit gregorianischen Chören untermalt ist, gibt es bei „Serpent“ die volle Dröhnung Symphonic Metal. Leichte Anleihen aus den 80ern machen dieses Stück unverwechselbar und zu einem ersten Höhepunkt des Albums. „Once My Light“ ist ein wahres Epos, das sich über gut 7 Minuten Länge erstreckt, ohne dabei langweilig zu wirken. Die interessanten Melodien, die im Tempo stark variieren, machen diesen Track zu etwas besonderem. Wer auf klassischen Symphonic Metal steht, wird seine wahre Freude mit dem „Elixir“ haben. Es ist ein echtes Zaubergemisch, welches uns die Norweger darbieten. Melodisch, hart und unglaublich ausdrucksstark ist dieser Titel. Hymnisch wird es bei „Sons Of The North“. Thematisch werden die Wikinger behandelt, Stoff für unendlich viele Songs, aber Sirenia geben der Geschichte mit ihren Klängen eine völlig neue Bedeutung. Der Chor untermalt die harten Gitarren-Riffs bis zur Perfektion, während Ailyn beweist, mit welch grandioser Stimme sie gesegnet wurde. Hart und kompromisslos geht es auch bei „Earendel“ zur Sache. Ein wahres Gitarrengewitter erwartet den Zuhörer, ehe Morton seine Growls der E-Gitarrenwand entgegenschmettert. Tragisch und sogar etwas klassisch wird es bei „Concealed Disdain“. Gitarren und Violinen liefern sich ein Duell, ehe Morton sich mit dem Chor einen Showdown der Extraklasse liefert. „Insania“ punktet durch einen eingängigen Refrain, der Basslauf kommt satt daher, während die Drums das Startsignal für alle Headbanger liefern. Dies ist ein Song, der einfach Spaß macht. Eine Hymne für die Ewigkeit sollte auch „Contemptuous Quietus“ sein. Hier findet sich ein grandioser Songverlauf, der den Zuhörer immer wieder zu überraschen weiß. Sicher nicht ganz so eingängig, vielleicht deshalb auch besonders reizvoll ist dieser Song. Deutlich schneller präsentieren sich Sirenia bei „The silver eye“, das durch eine traumhafte Keyboardmelodie begleitet wird. Mit „Tragedienne“ wird das Album etwas ruhiger beendet. Sanfte Pianoklänge zaubern eine Wohlfühlatmosphäre, die durch Ailyn’s Stimme ins Unermessliche gesteigert wird. Das ist ein würdiger Abschluss eines grandiosen Albums.

Fazit: Sirenia melden sich zurück. Diese Band steht immer noch im Schatten der großen Szene-Ikonen, allerdings könnte sich dieser Umstand mit dem aktuellen Album schlagartig ändern. Kaum eine andere Band kann mit einer solchen Kreativität auftrumpfen, wie die Norweger. Wer auf Symphonic – und Hymnenmetal steht, dem sei diese CD ans Herz gelegt.

Tracklist:

01. Seti
02. Serpent
03. Once My Light
04. Elixir
05. Sons Of The North
06. Earendel
07. Concealed Disdain
08. Insania
09. Contemptuous Quitus
10. The Silver Eye
11. Tragedienne

Label: Napalm Records (Universal)
Format: Audio-CD
Genre: Symphonic Metal
VÖ-Datum: 8.Mai 2015
Webseite: http://www.mortenveland.com/sirenia/
Rezension: Fabian Bernhardt

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