Die Schatten lichten sich – Nox Interna live

In der schwarzen Szene gibt es derzeit wieder vermehrt Newcomer, die um die Gunst der Konzertbesucher buhlen. Meist mehr schlecht als recht wird der Gothic Lifestyle den Fans verkauft. Keine Sorge, Nox Interna sind die rühmliche Ausnahme.

Die Berliner Band, und insbesondere deren Frontmann Richy Nox, weiß, was sie auf der Bühne machen. Richy, ein gebürtiger Spanier, lebt den Gothic mit sämtlichen Fasern seines Körpers. Er ist ein echter Vollblutmusiker, der es immer wieder schafft, die Fans in seinen Bann zu ziehen. Mit „THE ROTTEN WINGS OF TRUTH“ startete der Abend verheißungsvoll. Satte Bässe und tiefschwarze Gitarren zauberten ein Gefühl der Beklommenheit und Enge, die Richy mit seiner Stimme jedoch durchbrach und eine wahre Hymne dem staunenden Publikum präsentierte. Jetzt hatte das Publikum Blut geleckt und es folgte mit „OUR LAST SONG“ gleich der zweite Paukenschlag. Ein Song, der den Zuhörer derart tief berührt, muss aus der Feder eines echten Gothic-Enthusiasten stammen. Die Keyboardklänge brachten das Publikum zum Tanzen und Richy war nun vollkommen in seinem Element.

Die aktuelle Single „KILL YOURSELF (AND BE REBORN)“ entwickelte sich zu einer wahren Schlacht. Richy und seine Band holten wirklich alles aus sich heraus und schafften es, dass das verwöhnte Berliner Auditorium nun an ihren Lippen hing. Mit „TOMORROW NEVER KNOWS“ wurde ebenfalls ein neuerer Song der sympathischen Band dargeboten und sorgte für Gänsehaut Stimmung. Nox Interna jedoch vergessen ihre Wurzeln nicht und so standen mit „RECHAZO DE SUEÑOS“ und „AGUA DE VIDA“ gleich zwei spanische Songs auf der Setliste. Welche andere Gothicband kann mit einem ähnlichen Facettenreichtum aufwarten wie Nox Interna?

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Es folgte der Titelsong des letzten Albums „THE SEEDS OF DISDAIN“, das bereits in den vergangenen Jahren für hervorragende Kritiken in der Fachpresse gesorgt hatte. Dieser Track ist einer der stärksten Statements, die es nur geben kann und von der Band jedes Mal eindrucksvoll in Szene gesetzt wird. Mit „1984“ wurde das reguläre Set beendet, aber es fehlte noch jener historische Track, für den Nox Interna innerhalb der Szene berühmt sind. „Pray“ ist wohl einer der eindrucksvollsten Gothic-Songs der letzten Jahre. Mit diesem Track hat Richy eine Hymne erschaffen, die einfach zeitlos ist. Nach diesem furiosen Finale, sollten Nox Interna eine Menge neuer Fans gewiss sein.

Fazit: Nox Interna rocken wie kein anderer Newcomer derzeit. Wer die 69 Eyes mag, wird Nox Interna lieben. Mit Richy als Frontmann sollten dieser Band die großen Bühnen bereits heute schon garantiert sein. Es war ein Konzert, das man so schnell nicht wieder vergisst.

Text: Fabian Bernhardt
Fotos: Lena Behlmer

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