CD Rezension: Aeverium – Break out

Die Modern-Metaler von „Aeverium“ zeigen mit „Break out“, dass sich die Szenegrößen warm anziehen sollten.

Aus dem beschaulichen Viersen kommt der hoffnungsvollste Newcomer der Modern Metal Welt. Aeverium zeigen mit ihrer CD, wo der Hammer hängt. Wenn der Opener und Titeltrack „Break out“ aus euren Boxen drischt, merkt jeder, wie sich ungezügelte Power mit symphonischen Klängen anhören kann. Da ist einer der besten Symphonic Metal Tracks der letzten Jahre! Mit „Distrust“ legen Sängerin Aeva Maurelle und ihre Jungs noch einiges an Tempo zu und erschaffen eine Hymne, die irgendwo zwischen Within Temptation und Nightwish angesiedelt ist. Die Keyboardklänge werden dem Zuhörer wohlige Schauer über den gesamten Körper zaubern. Bei „Departed“ zeigt Sänger Marcel im Duett mit Aeva, was in ihnen steckt. Dies ist eine Power-Ballade, die bereits jetzt als Referenzwerk angesehen werden kann und selbst große Namen in den Schatten stellt. „Heaven´s Burning (Harvest Time)“ ist eine wunderschöne Mid-Tempo Nummer, die sich mit den ganzen negativen Geschehnissen in der Welt beschäftigt. Untermalt mit kräftigen Shouts gewinnt diese Nummer unglaublich an Eindrücklichkeit. Mit dem verträumten „Endless Space“ wird den 80er Jahren Tribut gezollt. New Wave-lastige Keyboard-Klänge erschaffen einen Track, der an Vielschichtigkeit kaum zu überbieten ist. Im Laufe des Songs steigert sich das Tempo und die Gitarren kommen deutlicher hervor und machen diesen Track zu einem wahren Symphonic-Metal-Song. „Do You Remember“ beginnt verstörend, entwickelt sich jedoch zu einer Melodic-Metal-Hymne. Bei „The Ground Beneath Your Feet“ wird jedem Nightwish Fan das Herz aufgehen. Aeva singt unschuldig, begleitet von einer Gitarre, bis plötzlich eine Harfe einsetzt und diesen Track zu einem Kleinod verwandelt, das man immer bei sich tragen möchte. Rockiger wird es mit „Rest in Peace“. Dies ist ein sehr guter Song, den man immer wieder hören kann. Der Refrain brennt sich sofort in die Gehörgänge. Dieser Titel ist ein absolutes Highlight auf diesem hochkarätigen Album. Mit sanften Piano-Klängen wird der Zuhörer bei „The Other Side“ begrüßt, ehe die Hölle losbricht und zwischen Shouts und satten Gitarren kein Stein auf dem anderen bleibt. Das ist definitiv eine Nummer, die vor Kraft nur so strotzt. „What are You Waiting For?“ ist ein Duett zwischen Marcel und Aeva, eine wirklich gelungene Symbiose, die die beiden hier präsentieren. Mit „To live forever“ wird die letzte Runde auf dieser CD eingeläutet. Der Song bringt einen würdigen Abschluss, der noch einmal die Stimmgewalt und die Metal Qualitäten dieser Band herausstellt.

Fazit: Deutschland hat eine neue und ernstzunehmende Symphonic Metal Band. Aeverium vereinen alle Eigenschaften, die Fans dieses Genres lieben. Es soll kein Vergleich sein, aber zur Orientierung bewegt sich die Band zwischen Nightwish und Avantasia und spielt dabei in einer Liga mit diesen Szenegrößen. „Break out“ ist eines der bedeutendsten Alben der deutschen Metalszene der letzten Jahre.

Tracklist:
1. Break Out
2. Distrust
3. Departed
4. Heaven´s Burning (Harvest Time)
5. Endless Space
6. Do You Remember
7. The Ground Beneath Your Feet
8. Rest in Peace
9. The Other Side
10. What are You Waiting For?
11. To Live Forever

Label: Out of line
Format: Audio-CD
Genre: Symphonic Metal
VÖ-Datum: 27.03.2015
Webseite: http://www.aeverium.com

Rezension: Fabian Bernhardt

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