Metal meets Science-Fiction … Vyre im Interview

Mit dem zweiten Teil von ihres Debütalbums „The Initial Frontier Pt. 2“ haben Vyre erneut ein monumentales Werk vorgelegt. Sie entführen den Hörer in die Tiefsee und in entfernte, dunkle Galaxien. Black Metal, Rock und Ambient treffen auf eine dichte Science-Fiction-Atmosphäre. Im Interview spricht Sänger KG Cypher über das Album, seine Entstehung und weitere Pläne der Band.

SzeneChecker (SC): Euer neues Album „The Initial Frontier Pt. 2“ war ja eigentlich schon für die erste Jahreshälfte angekündigt. Wolltet ihr eure Fans einfach noch etwas auf die Folter spannen oder gibt es noch andere Gründe, warum sich der Release doch etwas verschoben hat?

Cypher (C): Die üblichen Verzögerungen würde ich sagen. Warum es jetzt wirklich so lange gedauert hat kann ich gar nicht genau sagen.

SC: Schon für den ersten Teil eures Debüts „The Initial Frontier Pt. 1“ habt ihr jede Menge gute Kritiken erhalten. Schraubt sowas auch die eigenen Ansprüche und Erwartungen an den Nachfolger nach oben?

C: Die eigenen Erwartungen für den zweiten Teil nicht. Der war ja schon zusammen mit Teil 1 im Kasten. Dass das Feedback diesmal den Eindruck von Teil 1 bestätigt, baut schon eine gewisse Spannung bezüglich des nächsten Albums auf. Die Ideen die wir momentan zusammentragen gefallen uns aber beruhigend gut.

SC: Euer Album „The Initial Frontier Pt. 2“ beinhaltet zu den Songs passende Artworks. Wie sind diese entstanden und wer hatte die Ideen dazu?

C: Das Artwork kommt, bis auf das Digipak komplett von Hicham Haddaji, Strychneen Studio. Bis auf das Thema des Covermotivs haben wir ihm dabei freie Hand gelassen. Zu Recht wie ich finde. Wie die Ideen entstanden sind weiß ich nicht. Da müsst ihr vielleicht mal ein Interview mit ihm machen.

VYRE-The-Initial-Frontier-Pt.-1

The Initial Frontier Pt. 1

SC: Einer der Songs auf dem neuen Album heißt „For Carl“. Wer ist Carl und wie ist die Idee für dieses Instrumental entstanden?

C: Carl ist Carl Sagan. Ein bemerkenswerter Wissenschaftler und Science-Fiction Autor der es immer wieder geschafft hat eine Brücke zwischen der Wissenschaft und dem „gemeinen Pöbel“ zu schlagen. Wissenschaft muss wieder mehr in den Mittelpunkt der Gesellschaft treten. Bildung muss wieder Sexy werden. Gerade in Zeiten wo Kirchen verschiedenster Ausrichtungen versuchen, uns ins Mittelalter zurück zu katapultieren.

SC: Eure Songtexte wie beispielsweise von „Diabolum ex machina“ oder auch „RDR66“ sind sehr vielschichtig und oft sicher nicht beim ersten Hören voll zu erfassen. Bekommt ihr eigentlich Rückmeldungen von den Fans, die euch zeigen, dass sie sich mit den Texten auseinandersetzen oder zählt für die meisten Metal-Fans mehr die Musik als der Inhalt?

C: Ab und an zeigt mal jemand Interesse an den Texten. Ich denke aber auch, dass die Musik wichtiger ist als der Inhalt. Oder besser gesagt, der Inhalt sich bei guter Musik auch durch die Musik alleine erschließt. Für mich ist die Stimme ein Instrument um die Atmosphäre zu verstärken. Wenn dann die Texte noch interessant sind und einladen etwas tiefer in das Werk zu graben bin ich zufrieden. Ich denke einige werden sich auch mit den Texten beschäftigen und nicht gleich angerannt kommen um mit mir darüber zu diskutieren.

SC: Man darf sicher annehmen, dass „The Initial Frontier Pt. 2“ nicht das letzte Album von Vyre war. Angesichts der beiden bombastischen ersten Alben, wo seht ihr selbst noch Möglichkeiten zur Steigerung sowohl inhaltlich als auch musikalisch?

C: Keine Ahnung, ob ich eine Steigerung anstrebe. Ich gehe einfach davon aus, dass das nächste Album wieder vielschichtig, interessant und mitreißend wird. Wir sind ja keine Sportler, die hier und da noch Millisekunden raus holen müssen. Großen Einfluss auf das Ergebnis wird mit Sicherheit die Tatsache haben, dass jetzt alle Songs auch für genau diesen Zweck geschrieben werden. Bei Teil 1 und 2 waren ja einige noch für Eis komponiert.

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The Initial Frontier Pt. 2

SC: Ihr hattet mal in einem Interview mit einem anderen Magazin die Möglichkeit einer Umsetzung der Story der ersten beiden Alben in einem Roman angedeutet. Hat sich denn schon ein möglicher Kandidat als Autor gefunden? Sucht ihr aktiv danach?

C: Nein. Aktiv suchen wir nicht. Ich habe auch nicht so einen Draht zur Autorenzunft. Ich hoffe einfach, dass jemand passendes eins dieser Interviews liest und das Eigeninitiative ergreift.

SC: Könntet ihr euch auch eine Umsetzung als Comic/Bildband oder gar als Film (mit eurer Musik als Soundtrack) vorstellen?

C: Sogar besser als einen Roman. Vor allem eine Serie fände ich toll. Leider utopisch denke ich. Dennoch. Wenn sich ein Produzent angesprochen fühlt. Immer mal ran!

SC: Wo kann man euch demnächst live erleben?

C: Schwieriges Thema. Ich hoffe überall und zahlreich. Zur Zeit ist aber eher Flaute. Wenn uns also jemand buchen will der das hier liest. Keine falsche Scheu. Wir sind wider Erwarten total unkompliziert.

SC: Gibt es noch etwas, was ihr euren Fans und unseren Lesern unbedingt mit auf den Weg geben wollt?

C: Niemals das Denken aufgeben!

Danke für das Interview!

Interview: Karsten Henze

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