CD Rezension: Convictors – Envoys Of Extinction

Einmal Death Metal immer Death Metal. Daran kann auch eine mehr als 20-jährige Unterbrechung der Bandgeschichte nichts ändern. So verwundert es nicht, dass das neuste Werk der 1986 gegründeten und 2008 wiedervereinigten Band Convictors genau so Old School Death Metal ist wie es damals war. Bereits der Anblick des Artworks macht klar woher hier der Wind weht. Die gut gemachten Artworks erinnern ein wenig an Horror Filme im Stil von Resident Evil. Convictors machen keine Gefangenen. Vom ersten Ton an feuern sie knallharten Death Metal mit fetten Drums, satten Gitarren-Riffs und grunzenden Vocals ab. Man merkt schnell, dass sie ihr Handwerk verstehen und Spaß an der Sache haben. Mit einem ultraschnellen Blastbeat eröffnen Convictors das Album. Ohne Umschweife und ohne Intro legt „Preparedness 101“ sofort voll los und verlangt den Nackenmuskeln in jeder Sekunde alles ab. Bei „Angel of Impurity“ darf der Bassist mal so richtig zeigen war er drauf hat und bekommt sogar ein Solo spendiert. Im Gegensatz zu manch anderer Spielart des Metal fristet der Bass beim Death Metal eben kein Schattendasein, sondern trägt wesentlich zum Sound bei. Wer auf Hyperblast-Raserei steht, der sollte unbedingt „Proclivity“ antesten. Hier ziehen Convictors alle Regsiter und gönnen dem Metal-Fan kaum eine Atempause. Als Hommage an sich selbst haben Convictors ein Remake eines Songs ihres Demo-Tapes „The Last Judgement“ aus dem Jahr 1986 auf die CD gepackt. Der Song „Diabolical Female“ fällt erwartungsgemäß auch nicht ganz so technisch und stilistisch hochkarätig aus wie die übrigen Stücke, hat aber auch seinen Charme. Die Scheibe endet mit dem enorm langen Stück „Fragments“. Mit insgesamt knapp 32 Minuten ist „Envoys Of Extinction“ insgesamt recht kurz. Angesichts der kompakten Death-Metal-Walze klingeln allerdings bei entsprechender Lautstärke auch nach dieser Zeit schon ordentlich die Ohren. Wer mag, kann auch einen zweiten oder dritten Durchlauf wagen. Langweilig wird es mit Convictors nicht. Die Band versteht ihr Handwerk und das Album macht immer wieder Spaß.

Anspieltipps:
Preparedness 101
Angel of Impurity
Proclivity

Tracklist:
1. Preparedness 101
2. Epitome of Decay
3. Angel of Impurity
4. Let Malevolence Arise
5. Festering Infestation Strikes
6. Proclivity
7. Diabolical Female
8. Fragments

Label: TWS Music
Format: Audio-CD
Genre: Death Metal
VÖ-Datum: 07.11.14
Webseite: http://www.convictors.de

Rezension: Karsten Henze

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