CD Rezension: Qntal – VII

Qntal verbinden mittelalterliche Musik mit elektronischen Klängen und präsentieren auf „VII“ ihre Interpretationen dieser mystischen Musik.

Mit „Flaming Drake“ beginnt die zauberhafte Reise in eine Welt zwischen Traum und Realität, sanfte Klänge mit einem elfenhaften Gesang ziehen den Zuhörer sofort in ihren Bann. Etwas elektronischer und schneller kommt „Tenacious Love“ daher. Ein Stück, welches sich auch zum Tanz zur Walpurgisnacht eignen würde. Sicher keine leichte Kost, dennoch mehr als hörenswert. „Tyger“ beeindruckt durch eine ungewöhnliche Instrumentierung und steigert das Fernweh und die Lust fremde Länder zu bereisen. „By the Light of the Moon“ ist ein Duett, das einfach von der ersten Sekunde an verzaubert. Eine Melodie, die einfach unvergleichbar und trotzdem einprägsam ist. Beschwingt und lockerer geht es bei „Blow Northerne Wynd“ zur Sache. Eine Nummer, die sicher insbesondere in der Feuerkünstler-Szene Fans finden wird. Sphärische und apokalyptische Töne werden bei „Swebend“ angeschlagen. Ein Song zum Abschalten und Träumen. Frisch und tanzbar ist das „Frühlingslied“. Gesungen in Alt-Hochdeutsch offenbart dieser Song die wahren Stärken dieser außergewöhnlichen Band. Es ist ein sehr gelungenes Stück, das man immer wieder gern hören möchte. Melancholischer dagegen präsentiert sich „Schnee“. Die Gegensätze der beiden Songs könnten auch für sich alleine stehen und erschaffen eine eigene Geschichte innerhalb des Albums. „In dem Begyn“ experimentiert mit einigen Einflüssen vieler unterschiedlicher Kulturen. Ein faszinierender Cocktail, den uns Qntal mit diesem Stück reichen. „Rossignolet“ ist ein verträumtes Stück, das Erinnerungen an den letzten Urlaub wach werden lässt. „Flame Amoureuse“ sollte die Hymne für alle frischverliebten Mittelalter Fans werden. Mit „Musa Venit“ und „Melos Lacrimosum“ werden besonders die eingefleischten Qntal Fans auf ihre Kosten kommen. Man merkt, dass die Band sich weiterentwickelt hat, ohne dabei ihre Trademarks zu vernachlässigen. Mit „Nox Aeterna“ wird das Album beendet. Es ist ein Song, der zum Tanzen faktisch auffordert, ein gelungener Abschluss.

Fazit: Qntal legen mit „VII“ ihr bisher ausgereiftes Werk vor. Die Band entwickelt sich und das hört man deutlich, jedoch sind die typischen und unverwechselbaren Merkmale von Qntal deutlich hörbar. „VII“ ist ein Album, das einfach verzaubert und in keiner Sammlung eines Mittelalter-Fans fehlen sollte.

Anspieltipps:
Schnee
Nox Aeterna
Rossignolet

Trackliste:
01. Flaming Drake
02. Tenacious Love
03. Tyger
04. By the Light of the Moon
05. Blow Northerne Wynd
06. Swebend
07. Frühlingslied
08. Schnee
09. In dem Begyn
10. Rossignolet
11. Flame Amoureuse
12. Musa Venit
13. Melos Lacrimosum
14. Nox Aeterna

Label: Drakkar Entertainment Gmbh (Soulfood)
Format: Audio-CD
Genre: Mittelalter
VÖ-Datum: 21. November 2014
Webseite: http://qntal.de

Rezension: Fabian Bernhardt

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