CD Rezension: Blutengel – Omen

Chris Pohl zeigt mit „Blutengel“ der schwarzen Szene einmal mehr, wohin der Weg geht. „Omen“ ist ein gutes Zeichen für einen Neuanfang dieses Subgenres.

Nachdenklich und fast religiös beginnt „Omen“ mit dem Intro „Proloque“, das den perfekten Übergang zu „Sing“ erschafft. Ein Song, der trotz Leichtigkeit, immer noch eine Prise in sich hat. Chris‘ unverwechselbare Stimme macht daraus eine Hymne, die jeden Blutengel Fan von der ersten Sekunde an im Griff hat. „The Siren“ kehrt wieder zu den Electro-Ursprüngen der Berliner Band zurück und zeigt sich mehr als tanzbar. Dies ist eine Nummer, die für volle Tanzflächen sorgen wird. Nachdenklicher und sozialkritischer wird es bei „Wir sind, was wir sind“. Die Frage nach der Menschlichkeit stellt sich in unserer Zeit leider viel zu selten, so kann man diesen Gedankenanstoß durchaus positiv ansehen. Blutengel lenken den Fokus einmal mehr auf die Fragen des Lebens, die leider viel zu schnell in Vergessenheit geraten. „Give me“ wird von Ulrike Goldmann alleine gesungen. Eine unglaubliche Ausdruckskraft hat diese Frau in ihrer Stimme, sodass man sich wünscht, der Song würde ewig gehen. Sie präsentiert eine schöne Midtempo Nummer, die einfach zum Träumen einlädt. „The war between us“ ist eines der Highlights dieses Albums. Erinnerungen an die frühen Zeiten der Gothicszene werden wach, jedoch mit einem Bezug zur Gegenwart. Dieser Song wird jeden Club in Brand setzen. Tanzbar geht es auch mit „Fire in the Distance“ weiter. Die Melodie geht dem Zuhörer nicht mehr aus dem Kopf und lässt die Vorfreude auf durchtanzte Club-Nächte steigen. „Dein Gott“ ist die Anklage an eine Gesellschaft, die sich zwischen Glaube und Extremismus zu verlieren droht. „Guilty“ schlägt wiederum die leiseren Töne an. Chris in absoluter Hochform und so ist dieser Song sicher ein Highlight für alle weiblichen Fans des Darkpop-Duos. „Save us“ ist ein romantisch-verträumter Song, der jedoch durchaus Potenzial als Tanzhymne hat. Ein Gedicht in Liedform wird dem geneigten Zuhörer mit „Der Regen fällt“ präsentiert. Das ist der passende Soundtrack für einen Abend zu zweit am Kamin. An Blutengel liebt man ja besonders die Trademarks. Bei „Ich bin das Feuer“ werden eben diese Wahrzeichen weiterentwickelt und  eine Nummer erschaffen, die sofort im Gedächtnis bleibt. „Holy Blood“ setzt die Weiterentwicklung der Band Blutengel konsequent weiter um und dürfte die EBM Floors der Republik in ihren Grundfesten erschüttern. Mit der Vorab Single „Asche zu Asche“ gehen Blutengel langsam in die finale Runde des Albums. Ein zeitloser Klassiker, der sicher viele Bands inspirieren wird. „Bow down“ sollte es definitiv auf die Playliste für die kommenden Konzerte schaffen. Ein wirklich gelungenes Stück besten Dark-Pops. Mit „Elegy“ wird der neue Meilenstein von Blutengel beschlossen. Die sanfte Ballade entlässt den Zuhörer sanft in die eisig-graue Realität. Wem das noch nicht ausreicht, der greift zur Deluxe 2CD Edition, zum Deluxe Digital Download oder gleich zur limitierten Fan Box, die neben dem Doppel-CD Album auch noch die exklusive Akustik-CD „Dark & Pure Vol. 2“ mitbringt.

Fazit: Blutengel setzen einfach Maßstäbe und auch auf „Omen“ sind viele Songs enthalten, die uns viele Jahre begleiten werden. Die Mischung aus Balladen und Tanzflächenfüllern passt hervorragend. Chris und Ulrike sind zurück und werden sicher auch eure Clubs nicht unbesungen lassen.

Anspieltipps:
The war between us
Save us
Asche zu Asche

Tracklist:
1. Prologue: Omen
2. Sing
3. The Siren
4. Wir sind was wir sind
5. Give me
6. The War Between Us
7. Fire In The Distance
8. Dein Gott
9. Guilty
10. Save Us
11. Der Regen fällt…
12. Ich bin das Feuer
13. Holy Blood
14. Asche zu Asche
15. Bow Down
16. Elegy

Label: Out of Line
Format: Audio-CD
Genre: Dark Pop /Gothic
VÖ-Datum: 13. Februar 2015
Webseite: http://www.blutengel.de

Rezension: Fabian Bernhardt

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2 Gedanken zu „CD Rezension: Blutengel – Omen

  1. Pingback: Neues Blutengel Album "Omen" erscheint am 13.02.2015

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