CD Rezension: Obscurity – Vintar

Der „Bergische Löwe“ brüllt wieder! Pünktlich zur kalten Jahreszeit präsentieren Obscurity ihr neues Album namens „Vintar“. Donnernde Metalklänge, kehlige Vocals und jede Menge nordische Mythologie sind die Ingredienzien für diese CD. Dabei offenbart die Tracklist beim ersten Überblick viele bekannte Themen. Das Totenschiff „Naglfar“ fehlt ebenso wenig wie heroische Titel wie „Sieg oder Niedergang“ oder „Feld der Ehre“. Also typisches Pagan/Viking Album ohne Neuerungen? Nicht ganz, denn während andere Bands ihre Songs thematisch immer wieder vor dem großen Weltuntergang Ragnarök ansiedeln sind Obscurity schon einen Schritt weiter. Die fiktive Story spielt nach dem Ragnarök. Erstaunlicherweise liegt der Mittelpunkt der neuen Welt mitten in Europa im Bergischen Land. Wer hätte das gedacht… Soviel zur Story, aber was erwartet den Hörer nun? Der Opener „Schicksal der Götter“ knüppelt nach einigen Riffs ordentlich los. Dazu kommt die typisch keifende Stimme von Sänger Agalaz. Wie man es von  Obscurity gewohnt ist lässt der Song einen mehr oder weniger melodischen Refrain nicht vermissen, was ihm trotz aller Härte eine gewisse Eingängikeit verleiht. Musikalisch und technisch bekommt man das, was man erwartet, druckvoll produzierten Viking Metal mit jeder Menge Raserei und Blastattacken. Die krächzenden Vocals sind stets gut verständlich, was bei anderen Bands dieses Genres längst nicht immer der Fall ist. Ein wirklich herausstehendes Highlight oder einen Song, der besonders im Kopf bleibt, hält das Album allerdings nicht bereit. Mit Vintar wird das Rad nicht neu erfunden. Trotz der etwas variierten Hintergrundstory entfernen sich Obscurity thematisch nicht so weit von anderen Bands des Genres. Letztlich ist das aber wohl von Band und auch von den Fans gar nicht anders gewollt. Genrefans machen mit diesem Album jedenfalls nichts falsch. Obscurity liefern knackigen Pagan/Viking Metal, der ordentlich Druck macht und gut nach vorn geht. Also gut gebrüllt bergischer Löwe!

Anspieltipps:
Schicksal der Götter
Alte Zeichen

Tracklist:
01. Schicksal der Götter
02. Naglfar
03. Nebelwelt
04. Wodanheim
05. Alter Feind
06. Vintar
07. Dominium
08. Alte Zeichen
09. Sieg oder Niedergang
10. Feld der Ehre
11. Legiones Montium

Label: Trollzorn
Format: Audio-CD
Genre: Viking Metal
VÖ-Datum: 28.11.14
Webseite: http://www.obscurity-online.de

Rezension: Karsten Henze

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