CD Rezension: Dead Alone – Nemesis

Die Jungs von „Dead Alone“ zollen mit „Nemesis“ der griechischen Göttin des gerechten Zorns ihren Tribut.Ob nun gerecht oder nicht, das Album strotzt nur so vor Härte und Kompromisslosigkeit, jedoch nicht ohne dabei die Melodien zu vernachlässigen.

Beginnt man noch etwas schleppend mit dem Titeltrack, kommen bei „Eclipse“ die hypnotischen Gitarren-Riffs vollkommen zur Geltung, die im Zusammenspiel mit dem gutturalen Gesang eine Atmosphäre der Dunkelheit schaffen und trotzdem sofort ins Ohr gehen. „Great New World“ kommt fast schon beschwingt daher, ehe die Gitarren jeglichen Zweifel an fehlender Härte zerschmettern. An diesen Passagen bemerkt man, dass die Münchener Band ihr Handwerk versteht. So feiert man schließlich in diesem Jahr sein 10jähriges Bestehen. Mit einem Paukenschlag beginnt „Of Ash & Flesh“. Eine langsamere, düstere Nummer, die definitiv dem Death Metal zugeordnet werden kann. Zur Abrechnung mit gesellschaftlichen Missständen bricht „Confession“ auf und begegnet den Problemen unserer Zeit von der Doom Metal Seite. Ein gut gelungener Beitrag zu dieser CD. Schneller und härter geht es dagegen bei „Wreckage“ zur Sache. Eine Hymne beinah, die man sich live unbedingt einmal anhören sollte. Ein ungewöhnliches Gitarrenspiel erwartet den Zuhörer bei „Watch Me Fall“. Ein Track, der sofort ins Ohr geht, ein Anwärter zum Head-Bangen. Ob wir unser Leben so weiter führen sollten, wie wir es derzeit tun, damit beschäftigt sich „As Worlds Collide“. Ein post-apokalyptisches Szenario, das uns die Jungs aus der bayrischen Landeshauptstadt präsentieren. „Shade“ ist ein typischer Death Metal Song, der seine Liebhaber finden wird. Das ungewöhnlichste Stück dieser CD ist ohne Umschweife wohl „The Awakening“. Untermalt mit Orchesterklängen erreicht dieses Epos eine Tiefe, die man von Vertretern des Death Metals kaum kennt. Ein großartiges Werk, das auch Fans anderer Sub-Genres in seinen Bann ziehen sollte. Als Abschluss von „Nemesis“ wurde der Song „Confession“ im Alternative Mix als Bonustrack noch auf die CD gebannt. Sicher hörenswert, allerdings hätte man sich einen brutaleren Abschluss gewünscht.

Fazit: Dead Alone zeigen sich auf ihrer neuen CD von ihrer härtesten Seite. Keine Ausfälle auf der CD und einige gute Head-Banger Nummern machen „Nemesis“ zu einer lohnenden Investition in der Vor-Weihnachtszeit.

Anspieltipps:
Confession
As Worlds collide

The Awakening

Tracklist:
01. Nemesis
02. Eclipse
03. Great New World
04. Of Ash & Flesh
05. Confession
06. Wreckage
07. Watch Me Fall
08. As Worlds Collide
09. Shade
10. The Awakening
11. Bonustrack: Confession (Alternative Mix)

Label: Supreme Chaos Records
Format: Audio-CD
Genre: Doom Death Metal
VÖ-Datum: 05.12.14
Webseite: http://www.dead-alone.de/

Rezension: Fabian Bernhardt

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